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Schwerpunkt: Stifter und Spender im Jahr 2010 Wer sich um seine Mitmenschen sorgt, lebt glücklicher. Zu diesem Ergebnis kommt die neue internationale Studie World Giving Index 2010 (CAF). In 153 Ländern wurden die Probanden gefragt, ob sie im vergangenen Monat für wohltätige Zwecke gespendet, sich freiwillig engagiert oder einem fremden Menschen geholfen haben. Der Durchschnitt der Ja-Antworten bildete den „Geber-Index“, zusätzlich wurden der „Wohlfühl-Index“ sowie die Korrelation beider Indikatoren ermittelt. In Ländern, wo die altruistische Hilfe einen hohen Stellenwert hat, ist auch das persönliche Wohlempfinden größer. Dass Geben „gibt“ und glücklich macht, ist also keine Phrase oder nur ein Slogan der gleichnamigen Kampagne, sondern erneut wissenschaftlich belegt. Altruismus macht Menschen glücklich Kann man auch einfach ein „Stück vom Glück“ kaufen, indem man spendet? Psychologischen Studien zufolge ja: US-Forscher zeigten in mehreren Experimenten, dass Geld lediglich dann das psychische Wohlbefinden steigert, wenn man es für Geschenke oder Spenden ausgibt. Dieser Schlüsselmechanismus greift natürlich nur bei Abwesenheit finanzieller Not. Wenn aber alle notwendigen Alltagsausgaben und ein (nach den eigenen Maßstäben) zufriedenstellender Lebensstandard finanziert sind, flacht die individuelle „Glückskurve“ mit der Höhe des Einkommens ab. Viele Menschen, für die Luxus und Reichtum einen hohen Stellenwert haben, sind dann sogar im Schnitt etwas weniger glücklich als jene, die „nur“ frei von Geldsorgen sind. Dass vor allem der Betrag, den man für andere gibt, mit dem Glücksempfinden korreliert, mag für viele ein Grund mehr sein, mit ihrem Geld Bedürftigen zu helfen oder eine Stiftung ins Leben zu rufen. In Deutschland fließen jedes Jahr rund 26 Milliarden Euro aus privater Hand in gemeinnützige Aktivitäten, derzeit existieren rund 17.400 rechtsfähige Stiftungen, jährlich kommen in etwa tausend dazu. Doch vor allem Großspender sind noch zurückhaltend, sich durch ihre Spenden gesellschaftlich zu engagieren. Deutlich ausgeprägter ist die Spendenkultur diesbezüglich in den USA, wo individuelle Spenden Größenordnungen von mehreren Milliarden Euro erreichen.
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