FDP

Es war so um das Jahr 1967 als ich mich innerhalb der FDP für die Bildungspolitik interessierte und stark machte.
Weil mir bewusst war, dass ausschließlich und nur durch Bildung all die Dinge zu ändern sind, die ich damals mit meiner Frage nach dem Warum zu hinterfragen und zu ändern suchte.
So besuchte ich auch die Bildungsseminare der Theodor-Heuss-Stiftung die seitens der FDP angeboten wurden. Schnell begriff ich jedoch dass es müßig war sich dieses hochgestochene Geschwafel der  Anwesenden, zumeist Lehrer/innen, anzuhören. Von dem ich den Eindruck hatte, dass es eher um die eigene Selbstdarstellung und Profilierung ging, denn um Verbesserungen im Bildungswesen.
Ich begriff, dass hier ein Denksystem herrschte, welches das bestehende zementierte, anstatt es zu ändern.
Bis mich ein leitender Funktionär ansprach, mit den Worten: “Ihre Ideen sind ja alle ganz hervorragend aber, wie glauben sie, dass sie damit Wählerstimmen erhalten können.”

Das gab meinem Engagement in der Parteipolitik den Rest.
Denn mir wurde in diesem Moment bewusst, dass es nicht um das Beste für das Volk ging, sondern ausschließlich um das Beste für Politiker.
Nämlich durch die Macht an die Pfründe zu gelangen um sich zu bereichern.

Denn auch hier begriff ich, Bestehendes wird zementiert, anstatt Verbesserungen anzugehen.
Ein solches, ideell verkommenes, Spiel wollte ich nicht mitmachen, verließ die FDP und sann über andere Möglichkeiten nach, etwas für die Menschen und ihre Bildung zu tun.
Eine wirkliche, echte Chance dieses Ziel zu erreichen sehe ich jetzt, im Zeitalter des Internets, gekommen.
Hier ist es möglich, unabhängig und überparteilich, völlig frei und losgelöst von irgendwelchen, schwachsinnigen Sachzwängen, unter Abwehr aller Profilierungssüchten weitgehend frei von finanziellem Druck, eine liberale Bildung zu verwirklichen.
Eine Bildung welche auch frei macht von zeitlichen und räumlichen Zwängen als auch frei von den unerträglichen, subjektiven, manipulativen und menschenverachtenden Beurteilungen durch Lehrkräfte oder gar einem, sich einigem und verschworenem, Kollegium.
Eine schulische Bildung, welche die individuellen Anlagen und Neigungen des einzelnen Lernenden so fördert, dass es ihm zu positiver Höchstleistung verhilft, ohne dass er sich gestresst fühlt, sondern ihn nur Freude über die eigenen Leistungen empfinden lässt.
Ein Lernen welches den Lehrer außergewöhnlich entlastet, den Lernenden motiviert, allzu schnelle Müdigkeit verhindert und Hausaufgaben überflüssig macht.
Sie glauben, dass dies unmöglich ist? Ich hätte dies vielleicht auch ausgeschlossen, zumindest kritisch beäugt, bis ich meine eigene Schule gründete und hier als Schulleiter in die Lage versetzt war alle diese Dinge mit Erfolg zu realisieren.

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Letzte Änderung: 08.11.2009

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